Coolnesstraining an der Bonifatiusschule

Im Wilhelmsburger Schul-/Alltag erkämpfen sich junge Menschen aus problematischem Umfeld Teilhabe und Integration oft mit Gewalt. Im Projekt „Zweikampfverhalten – Coolnesstraining im Teamsport“ lernen die Jugendlichen wie sie Konflikte gewaltfrei und fair lösen können. Für das Schuljahr 2017/2018 stehen 12 sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche der Klassen 5-8 an der katholischen Bonifatiusschule in Wilhelmsburg im Fokus.  Diese werden durch Sportsozialarbeit und Kompetenzförderung mit multiethnischen TutorInnen, Sportprofis und Ehrenamtlichen dazu befähigt, ihre Emotionen in Konflikten, bei Misserfolgen oder Frustration positiv zu lenken und in ein faires Miteinander zu verwandeln. TutorInnen aus ihrem eigenen Umfeld wie ehemalige TeilnehmerInnen des Projekts zeigen ihnen mit Sportangeboten, Coolnesstraining und punktuellen individuellen Hilfen, wie sie ihre Chance auf soziale Mobilität verwirklichen können.

Kids&Friends war zu Beginn des neuen Schuljahres dabei und konnte das Coolnesstraining live miterleben.

Zu Beginn des Unterrichts setzen sich die beiden Pädagogen Pauline Hammer und Erik-Daté Tété mit den Teilnehmern in einer Runde zusammen. Jeder Schüler stellt sich kurz vor, erzählt wie es ihm geht und wann er das letzte Mal eine Auseinandersetzung erlebt hat.

Im Anschluss werden die Zweikampfverhalten – Spielregeln besprochen. Jeder Teilnehmer ist für eine Regel „zuständig“ und erklärt diese den Anderen. Im letzten Theorieteil wird das Verhalten der letzten Stunde reflektiert. Die Jugendlichen setzen sich mit der Verhaltensbewertung Ihrer Tutoren aus der letzten Stunde auseinander und überlegen Verbesserungen für die aktuelle Stunde.

Dann folgt der praktische Teil des Coolnesstrainings, bei dem die Teilnehmer unterschiedliche Spiele und Aufgaben meistern müssen. Dabei spielen Geduld, Konzentration und Teamgeist stets eine große Rolle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Spielregeln verletzt werden und die Teilnehmer es nicht schaffen zusammen zu arbeiten, muss die gesamte Gruppe eine Strafaufgabe leisten: Liegestütze!

Zum Schluss kommt der Teil, den alle am liebsten mögen: das Fußballspiel! In zwei Mannschaften treten die Teilnehmer gegeneinander an. Auch hier sollen die Jugendlichen sehen, wie wichtig Zusammenarbeit untereinander ist. Aber auch Fairplay und Respekt gegenüber der Spieler der Gegenmannschaft. Zudem lernen sie, wie sie auch nach einem verlorenen Spiel gelassen mit der Situation umgehen können. Nach dem Spiel wird in einer letzten Runde jeder Teilnehmer nach seiner eigenen Leistungseinschätzung und -bewertung gefragt.