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Schulhausroman – Wenn Kinder zu Autoren werden

Im Projekt Schulhausroman schreiben Schüler/innen im Alter von 12 bis 17 Jahren unter professioneller Anleitung gemeinsam ihren eigenen Roman. Das Projekt ist im Bereich der Lese- und Schreibförderung angesiedelt und wird zum festen Bestandteil des Deutschunterrichts. Es richtet sich speziell an sogenannte lernschwache, oft von einem hohen Migrantenanteil geprägte Schulklassen.

Professionelle Autoren besuchen die Schulklassen über einen längeren Zeitraum hinweg im Klassenzimmer, während die Klassenlehrer/innen unterstützend tätig sind. Gemeinsam erarbeiten sie eine gemeinsame Geschichte und Charaktere. Sie thematisieren und diskutieren dabei viele für die Schüler brennende Themen und Fragen: Familie und Gesellschaft, Liebe und Gewalt, Pubertät und Sexualität, Migration und Integration. Durch die kreative Arbeit bekommen sie Zugang zu Sprache und Literatur. Die Jugendlichen werden sich ihrer eigenen Erlebnis- und Gefühlswelten bewusst und reflektieren sie in Worten. Jeder Schüler bringt sich mit seinen eigenen Ideen ein und entwickelt dabei individuelle Begabungen. Jugendliche mit Sprachdefiziten, die bisher frustrierende Erlebnisse im Umgang mit Sprache und Schreiben hatten, sammeln zum ersten Mal positive Erfahrungen, was zur Steigerung des Selbstbewusstseins führt. Zudem hat die gemeinsame Erarbeitung des Romans einen positiven Einfluss auf die Klassengemeinschaft.

Am Ende des Schuljahres werden die Romane gedruckt und in einer Präsentation auf der Bühne des Literaturhauses vorgestellt, was für die Schüler/innen einen großen Erlebniswert hat.

 

 

 

 

 

Zitate von Schülern, Autoren und Lehrern

„Das Schreiben hat unsere Klasse ganz stark zusammen gebracht, dadurch, dass wir alle gemeinsam auf ein großes Ziel hingearbeitet haben.“ Louis, STS Willhelmsburg

„Ein besonders positiver Moment war, als der fast wortlose syrische Flüchtlingsjunge, der kaum einen Satz schreiben konnte, über das Projekt zu einer Sprache gefunden hat und am Ende eine beeindruckende Geschichte über große Träume geschaffen hat.“ Stefan Beuse, Schreibcoach STS Bahrenfeld

„Es gibt so viele Kleinigkeiten, die meinen Blick auf einzelne SuS verändert hat. Eher motivationslose durchlebten einen wahren Antriebsschock und schrieben drauflos, als wäre das total normal. Eher leistungsstarke SuS taten sich zum Teil schwer, überhaupt einen Einstieg zu finden und brauchten lange, um dann aber mit großer Intensität zu arbeiten. Eine Schülerin hat mich mit ihren Ideen und ihrer Kreativität vollkommen überrascht. Das hatte ich zuvor im Unterricht noch nicht bei ihr erlebt.“ Christine Vaske, STS Bahrenfeld

Mehr Zitate

„Ein stiller, sehr leistungsschwacher Schüler, der zudem noch ein schlechtes Standing in der Klasse hatte, „benutzte“ seine Figur, um eine eigene Erfahrung im Text unterzubringen (die Figur verbringt viel Zeit unter einer Eisenbahnbrücke und zählt die über ihm hinwegdonnernden Waggons). Der Schüler war an diesem Tag glücklich und mit großem Enthusiasmus dabei.

Eine Schülerin, die gleich auffiel, weil sie sehr viele Ideen hatte (unter anderem stammt auch das Thema des vorliegenden Buches von ihr), diese aber nur mit größter Mühe aufs Papier zu bringen vermochte, schreibt jetzt „ihre eigenen Geschichten“, wie mir die Lehrerin Julia Kokaly berichtet hat.

Als ich ihnen den ersten Teil der Geschichte in der 4. Stunde vorlas, brach die Klasse spontan in langanhaltenden Applaus aus. Die Kinder klatschten für sich selbst, aber auch in Anerkennung dessen, was die anderen geschrieben hatten.

Ein anderer Schüler, der normalerweise eher schweigend bis einsilbig im Unterricht sitzt, entdeckte sein Talent fürs Dialogeschreiben. Sie wurden von Mal zu Mal besser und witziger. Er gab mit Abstand die längsten Texte ab. Seine Lehrer konnten es nicht fassen.

Ein anderer Schüler, der normalerweise eher schweigend bis einsilbig im Unterricht sitzt, entdeckte sein Talent fürs Dialogeschreiben. Sie wurden von Mal zu Mal besser und witziger. Er gab mit Abstand die längsten Texte ab. Seine Lehrer konnten es nicht fassen.

Ich fand es außerdem sehr rührend, wie sehr die, die bei der Abschlussveranstaltung nicht lasen, diejenigen, die lesen mussten, unterstützten. “ Schreibcoach Katharina Hagena, STS Horn

„Wir sind alle überglücklich und stolz! Ich hatte heute die beste Unterrichtsstunde in der Klasse. Da sieht man mal, wie gestärkt, die Kinder aus dem Projekt gegangen sind!“ Julia Kokaly, Lehrerin STS Horn

„Sie waren wahnsinnig stolz und aufgeregt. Tolle Momente hatten Selinay, die ich mit kurzer Vorwarnzeit dazu bewegen konnte, auf ein Stichwort hin das Saalmikrofon in die Hand zu nehmen und in schönen, frei gesprochenen Sätzen von ihren Erfahrungen beim Schreiben des Schulhausromans zu berichten. Tim war stolz, vom Abendblatt-Fotografen herausgegriffen zu werden und ein Interview zu geben. Luis, der noch nicht ganz einwandfrei Deutsch spricht, schaltete kurz nach Beginn der Veranstaltung verbotenerweise sein Handy an und versuchte seine Freunde zu mobilisieren: „Hey, komm mal Literaturhaus, Mann! Schwanenweg …“ Der feierliche offizielle Rahmen der Veranstaltung hat die Jugendlichen sehr beeindruckt und war der krönende Abschluss. Das Werk in Händen zu halten hat bestimmt auch über den Abend hinaus stolz gemacht.“ Tanja Schwarz, Schreibcoach STS Wilhelmsburg

„Es ist der dritte Roman, den ich mit meinen SuS geschrieben habe. Überraschend war dabei immer, mit welcher Begeisterung alle bei der Sache waren, schwächere Sus entdeckten ihre Stärken und konnten Erfolge vorweisen, an die sie vorher nie gedacht hätten. Damit ist ihre Stellung eindeutig gestärkt worden. Aber auch die vermeintlich besseren Schüler/innen haben mit großem Interesse das Werden ihrer Produkte verfolgt.“ Karin Bergmoser, STS Wilhelmsburg