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Natürlich können Sie unsere Stiftung mit Spenden unterstützen. Die Spende fließt sehr kurzfristig und in vollem Umfang in das zweckgebundene oder ungebundene Projekt und unterstützt die ausgewählte Stiftung ganz konkret in ihrer Tätigkeit. Damit ergibt sich hier die Möglichkeit, die Fördertätigkeit der Stiftung zu verstärken, regelmäßige Spenden oder einmalige Zuwendungen in Großprojekte zu initiieren oder Aktionen zu unterstützen.

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KIDS & FRIENDS
HSH Nordbank AG
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KIDS & FRIENDS
HSH Nordbank AG
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Coolnesstrainings im Teamsport

Fair im Sport. Cool im Alltag: Zweikampfverhalten e.V. engagiert sich für Respekt, Fairness und Toleranz in Sport und Alltag. Die Kombination von Teamsport, Coolness- und Kompetenztraining sowie die sportartenübergreifende Arbeitsweise ist bundesweit einzigartig und fördert Lerneffekte, die Rote Karten oder Schulverweise nicht leisten. Durch seine soziale und pädagogische Ausrichtung setzt sich der Verein gezielt für Kompetenzerweiterung und Gewaltprävention bei jungen Menschen ein. Hierbei wird er unterstützt von Sportprofis wie Bastian Reinhardt oder Silva L. Saländer, Ehrenamtlichen aus Bereichen wie Schauspiel oder Rhetorik sowie Absolventen/innen von Coolnesstrainings.

Das Herzstück des Angebots von Zweikampfverhalten e.V. bilden die „Coolnesstrainings im Teamsport“: In Intensiv- oder Kompaktkursen werden dort respektvolles und faires Miteinander sowie soziale, lebenspraktische Kompetenzen trainiert. Darüber hinaus gibt es ein wöchentliches Gruppenangebot, das der Vertiefung von Inhalten des Coolnesstrainings und einer gemeinsamen Freizeitgestaltung dient. Der Verein bietet auch Einzelhilfen für junge Menschen sowie Beratung und Fortbildung für deren Eltern und Bezugspersonen. Seit 2012 gibt es Projekte, Neigungs- und Wahlpflichtkurse an Schulen, in denen Themen wie kreativer Umgang mit Konflikten, Klassenklima oder Mobbing behandelt werden.

Praxisbeispiel 1: Stadtteilschule Stübenhofer Weg

Die Schüler/innen der Grund- und Stadtteilschule Stübenhofer Weg bringen eine bunte Mischung ethnischer, religiöser und sozialer Hintergründe mit. Schule und Zweikampfverhalten e. V. haben ein ähnliches pädagogisches Selbstverständnis. Die Schule versucht in allen Klassen ein respektvolles, tolerantes Klima zu schaffen. „Klare Strukturen und klare Ansagen sind bei uns Mittel zur Integration. Wir sind überzeugt, dass alle Schüler/innen der Stadtteilschule Stübenhofer Weg etwas erreichen können.“ [1]

Schulleitung und Lehrkräfte setzen auf praxisnahes, produktives Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Im Rahmen sportlicher Aktivitäten lernen die Schüler/innen ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit kennen. Sport, Spiel und Bewegung sind für eine leistungsorientierte Schule von besonderer Bedeutung. Ebenso wichtig wie das Erlernen individueller Sportarten ist die Aufstellung von Schul- und Jahrgangsteams sowie die Teilnahme an Wettbewerben.

Trotz des modernen, weltoffenen Schulkonzepts gibt es aufgrund eingangs geschilderter Problemlagen Unsportlichkeiten und Konfliktbereitschaft unter den Schülern/innen. Im Schuljahr 2011/12 traten diese Verhaltensweisen verstärkt in Klassenstufe 5 auf. Aufgrund dieses Bedarfs führte Zweikampfverhalten e. V. im Schuljahr 2012/13 im Rahmen der Neigungskurse zwei sechsmonatige „Coolnesstrainings im Teamsport“ mit jeweils 16 Jungen der 6. Klasse durch.

Erfolgsgeschichten

Bestes Beispiel für die Wirksamkeit ist die positive Entwicklung der TutorInnen. Konzeptionell gedachte bzw. praktisch umgesetzte Partizipation und Nachhaltigkeit sowie systematische, regelmäßige Erfolgskontrolle stehen dabei im Mittelpunkt. Mit der aktiven Einbindung der TeilnehmerInnen in die Gestaltung der Angebote, wird deren Akzeptanz der Inhalte und Bewusstsein für die zu erreichenden Ziele gestärkt. Alltagstransfer, Reflexion und Zielüberprüfung der TeilnehmerInnen werden didaktisch umgesetzt. Zusätzlich zur laufenden internen Evaluation werden die Projekte immer wieder durch unabhängige Fachkräfte extern evaluiert. Die Erfolgsquote von 84 % spricht für sich. Darunter waren ca. 81 % Jungen und 19 % Mädchen, 76 % hatten Migrationshintergrund (Stand 31.7.16). Das Erfolgserlebnis aus dem Kurs, etwas durchzuhalten und abzuschließen, begünstigt deren sportliches, schulisches Potenzial, sodass bei fast allen positive Entwicklungen festgestellt wurden. Die jungen Menschen sind gelassener, hilfsbereiter und motivierter. Sie schlichten Streitigkeiten, strengen sich in der Schule mehr an und wollen Vorbild für andere sein.

Ausgewählte Kommentare von Schule, Eltern und Pädagogen:

„Sie haben gelernt, eine Sache durchzuhalten und sich an Regeln zu halten.“

„Es ist in dem sozialen Umfeld der Schüler unbedingt notwendig, alternative Konfliktlösungsstrategien zu erlernen.“

„Die Jungs sind in der Klassengemeinschaft aufmerksamer, auch den Mädchen gegenüber.“

„Die Jungs haben es gelernt, sich und andere zu respektieren, nicht gleich aufzubrausen und auch Kritik anzunehmen.“

„Ein Junge war früher hoch aggressiv, ist jetzt zuvorkommend und freundlich.“

„Den meisten wird im Benimmkurs bereits bewusst, dass es sich lohnt, andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Wenn ich sie später wieder treffe, stelle ich fest, dass sich im Sozialverhalten einiges geändert hat.“ (G. Weidenhagen, Ehrenamtliche)

„Der Junge konnte zeitnah lernen, seine vorhandenen prosozialen Eigenschaften zum Tragen zu bringen und damit sein auffälliges Verhalten in der Schule komplett abzulegen. Er entwickelte sich zu einem Vorbild für andere Teilnehmer.“ (G. Schmidt, Kriminologe)

„Was er gelernt hat ist, den Zustand der Wut zu beschreiben. Das ist ihm hoch anzurechnen, weil er sich selbst normalerweise keinen Zugang zu seinen Gefühlen erlaubt. Er konnte sich auch sofort vorstellen, als Tutor bei ZKV zu agieren.“ (M. Zuniga, Sozialpädagogin)

„Was mir besonders gefällt sind die kleinen Veränderungen: ein freundliches Hallo zur Begrüßung mit Blickkontakt, ein unerwartetes Winken quer über den Schulhof und die Freude an Bewegung und Miteinander beim Sport.“ (O. Lüttkenhaus, Ehrenamtlicher)

„Das Schulbesuchsverhalten hat sich insgesamt verbessert, seine Fehlzeiten sind deutlich zurückgegangen. Im Unterricht arbeitet er überwiegend motiviert mit. Er sucht Anerkennung und es ist ihm wichtig, Erfolg zu haben.“ (M. Woop, Sonderpädagogin)

„Mein Sohn hat gelernt, sich beim Spielen und in der Schule unterzuordnen. Sein soziales Verständnis wurde gestärkt und er lernte mit anderen Meinungen im Sport umzugehen, was sich auch positiv auf sein schulisches Verhalten auswirkte.“ (S. Sievers, Vater)

Ausgewählte Meinungen der Teilnehmer:

„Ich raste nicht mehr aus.“

„Ich bin im Fußball besser geworden.“

„Früher war ich noch schlimmer.“

„Die Trainer waren nett und haben uns unterstützt.“

„Es macht Spaß.“

„Ich habe gelernt, …

… Vorträge zu halten und mutiger zu sein.“ Daniela, 12

… dass ich mich besser verhalten kann im Unterricht.“ Kadir, 14

… wie beide Seiten gewinnen, wenn man sich streitet.“ Emily, 11

… dass ich mit Worten fast alles klären kann.“ Mahmud, 15

… immer einen Plan zu haben, bevor man aggressiv wird.“ Pervin, 13

… dass ein Spiel hundertprozentig fair ausgehen kann.“ Vincent, 13

 
Zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit und Förderung der Prävention wird das Coolnesstraining im Schuljahr 2013/14 fortgeführt. Für Jungen der Klassen 7 und 8 wird pro Halbjahr ein Neigungskurs durchgeführt, sodass bisherige Teilnehmer wieder kommen können. Mädchen und Jungen der Klassen 5 oder 6 können „Zweikampfverhalten®“ als Wahlpflichtfach belegen, ein erster Schritt hin zu einer langfristigen Einbindung des Trainings in den Lehrplan. Sinnvoll sind eine Erweiterung des Angebots für Grundschüler/innen und Mädchen aller Klassenstufen sowie Konfliktschulungen für Lehrkräfte.

[1] Quelle 23.06.2013: http://portal.stuebenhofer-weg.de/schule/

Praxisbeispiel 2: Katholischen Bonifatiusschule in Wilhelmsburg

Im Wilhelmsburger Schul-/Alltag erkämpfen sich junge Menschen aus problematischem Umfeld Teilhabe und Integration oft mit Gewalt. Für das Schuljahr 2017/2018 stehen 12 sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche der Klassen 5-8 im Fokus. Diese werden durch Sportsozialarbeit und Kompetenzförderung mit multiethnischen TutorInnen, Sportprofis und Ehrenamtlichen dazu befähigt, ihre Emotionen in Konflikten, bei Misserfolgen oder Frustration positiv zu lenken und in ein faires Miteinander zu verwandeln. TutorInnen aus ihrem eigenen Umfeld wie ehemalige TeilnehmerInnen des Projekts zeigen ihnen mit Sportangeboten, Coolnesstraining und punktuellen individuellen Hilfen, wie sie ihre Chance auf soziale Mobilität verwirklichen können.

 

Auszeichnungen für wirkungsvolles Engagement

Nicht nur Kids&Friends findet, dass die  „Coolnesstrainings im Teamsport“ unseres Projektpartners besonders wirkungsvoll sind:

2016 richtete das „European Forum for Urban Security“ den „European Prize for Social Integration through Sport“ aus. Fünf Projekte wurden von einer europäischen Jury aus mehr als 200 Bewerbungen aus 22 Ländern ausgesucht und für ihre Wirkung, ihren Innovationscharakter, die Stärke ihrer Partnerschaften und die Aufmerksamkeit, die sie gefährdeten Gruppen schenken, ausgezeichnet. Zudem wurden etwa 20 Projekte ausgewählt, die auf besonderes Interesse der Jury stießen. Sie werden neben den fünf Gewinnerprojekten mit ihren wirksamen Methoden in einer Broschüre öffentlich präsentiert. Auch Zweikampfverhalten e.V. gehört zu den ausgewählten Projekten.

Zudem erhielt sie 2014 den DFB- und Mercedes-Benz Integrationspreis, der bereits seit 2007 vorbildliche Vereins-, Schul- und Projektarbeit prämiert und 2015 das PHINEO Wirkt-Siegel, ein Erkennungszeichen für wirkungsvolles Engagement in Deutschland.